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Allergien



Allergien sind weiterhin auf dem Vormarsch: Jeder vierte bis fünfte erwachsene Deutsche leidet mittlerweile unter einer Allergie. Vor allem bei Kindern nehmen allergische Erkrankungen zu: Etwa neun Prozent leiden an Heuschnupfen und drei Prozent haben allergisches Asthma.

Unter einer Allergie wird eine überschießende Abwehrrekation des Immunsystems gegen einen bestimmten Stoff verstanden. Das Immunsystem reagiert auf eigentlich harmlose, aber körperfremde Substanzen (Antigene) wie Hausstaub oder Pollen. Normalerweise wehrt das Immunsystem Angreifer wie Bakterien, Viren und Giftstoffe ab.

Die Folgen sind vielfältig: Von Juckreiz, Schnupfen und Bindehautentzündung reicht die Beschwerde-Palette bis hin zu Halsschmerzen, Asthma, Müdigkeit oder Ekzemen. Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Magenkrämpfe können auf eine Nahrungsmittelallergie hinweisen. Selten löst eine Allergie auch einen Kreislaufzusammenbruch, den anaphylaktischen Schock aus. Ein anaphylaktischer Schock ist die extremste Form einer allergischen Reaktion und immer ein Notfall.

Gegen Allergie-Symptome kann die spezielle Immuntherapie helfen

Oft ist es nicht einfach, den Allergieauslöser zu identifizieren. Aber der Arzt muss die auslösenden Allergene kennen, will er gezielt behandeln. Gezielte Allergietherapie heißt: durch die spezielle Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, das Immunsystem an das Allergen zu gewöhnen und die überschießende Reaktion bremsen. Vor allem bei Insektengift- und Pollenallergien bringt die Hyposensibilisierung Erfolgsraten bis zu 80 Prozent. Auch an innovativen Medikamenten, die ganz gezielt in den gestörten Immunprozess eingreifen, wird geforscht.
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